• Titel: Doktortitel und dann? ; Doctor's degree and then?
  • Urheber: Mozhova, Anastasia
  • Beteiligt: Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans ; Prof. Dr. Manfred Prenzel
  • Erschienen: Technical University of Munich, , 2018-10-01
    Technische Universität München, ,
  • Sprache: Deutsch
  • Schlagwörter: Architecture ; Architektur
  • Beschreibung: Im Rahmen dieser Arbeit werden die Gestaltung der Promotionsphase in den Lebenswissenschaften dargestellt und Faktoren untersucht, die im Zusammenhang mit der Entscheidung für oder gegen eine akademische Laufbahn stehen. Es wird gezeigt, dass die Untersuchung der Karriereentscheidung nach der Promotion nur im Kontext der jeweiligen Disziplin sinnvoll ist und Fächerkulturen, Promotionsbedingungen und wissenschaftliche Produktivität eine besondere Rolle dabei spielen. Die Stichprobe stammt aus dem Projekt E-PROM und umfasst 1156 Personen, die zwischen April 2013 und März 2015 ihre Promotion an 13 Universitäten in Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen in Bereichen Biologie und Medizin abgeschlossen haben. Bei sämtlichen betrachteten Aspekten der Promotionsphase finden sich Unterschiede zwischen den Disziplinen, die bereits bei den Promotionsmotiven und dem Weg zur Promotionsstelle beginnen und sich bei den Rahmenbedingungen fortsetzen. In Medizin ist eine Promotionsaufnahme schon während des Studiums weit verbreitet, was unter anderem dazu führt, dass Medizinerinnen und Mediziner im Vergleich zu Biologinnen und Biologen seltener an strukturierten Promotionsprogrammen teilnehmen. In Biologie werden im Rahmen der Promotion deutlich mehr Artikel publiziert und Vorträge gehalten als in Medizin. Die Prädiktoren der Laufbahnintention werden aufbauend auf dem Model of Career Choice untersucht. Wissenschaftliche Selbstwirksamkeit und das wissenschaftliche Interesse sind entscheidende Faktoren für eine direkte Herausbildung von Laufbahnintentionen in den Lebenswissenschaften. Doch während in Biologie die Anzahl der publizierten Artikel einen direkten Effekt auf die Laufbahnintention zeigt, wirkt die wissenschaftliche Produktivität in Medizin indirekt über die Selbstwirksamkeitserwartung. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass eine Verbesserung der Arbeitsumgebung während der Promotionszeit und die damit zusammenhängende Erhöhung der wissenschaftlichen Selbstwirksamkeit zu einer Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Medizin führen können. Dem Doktorvater oder –mutter kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Eine Verbesserung der Betreuung und die damit einhergehende Erhöhung der Kompetenz- und sozialen Unterstützung können sich somit positiv auf die Bereitschaft, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen, auswirken. ; The present work studies the doctoral phase in life sciences and analises the factors which are related to the decision for or against an academic career. It is shown that the examination of career choices after the doctorate makes sense only in the context of the respective discipline. Discipline cultures, working conditions during the doctorate and scientific productivity play a special role in this decision. The sample from the projekt E-PROM includes 1,156 people who completed their doctoral studies in April 2013 and March 2015 at 13 universities in Bavaria, Saxony and North Rhine-Westphalia in the fields of biology and medicine. Differences between the disciplines can be shown in all considered aspects of the doctoral phase: e.g. motives to start with the docotrate, path to the doctoral position and working conditions. In medicine it is common to start with a doctorate already during the undergraduate study. Physicians participate less frequently in structured doctoral programs compared to biologists. In biology, cinsiderably more articles are published and lectures are given than in medicine. The predictors of career intentions are analysed based on the Model of Career Choice. Scientific self-efficacy and scientific interest are key factors for career intentions in life sciences. But while in biology the number of published articles has a direct effect on career intention, scientific productivity in medicine has an indirect impacts on self-efficacy. These results emphasise that an improvement in the work environment during the doctoral period and the associated increase in scientific self-efficacy can strengthen young scientists in medicine. The doctoral supervisor plays an important role in this. Improving of the supervision and increase in competence support and social support can thus have a positive effect on the willingness to pursue a scientific career.
  • Medientyp: Elektronische Hochschulschrift
  • Datenquelle: BASE (Arts)